Kaiserstühler Wochenbericht: „Bioservice Südbaden startet“

Am 5. Oktober berichtet der Kaiserstühler Wochenbericht über den Start der Bioservice-Südbaden. Hier der vollständige Artikel:

Eichstetten (dht). In der Bruckmattenstraße 27 wurde eine neue Firma gegründet: das gemeinnützige Inklusionsunternehmen „Bioservice Südbaden“. Für Geschäftsführer Wolfgang Hees stehen dabei ökologisches und soziales Engagement im Bio-Landbau und das Schaffen von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft für Menschen mit und ohne Behinderung im Vordergrund. „Kaiserstühler Wochenbericht: „Bioservice Südbaden startet““ weiterlesen

Badische Zeitung berichtete am 27. Februar über uns

Hier der Artikel aus der Badischen Zeitung vom 27. Februar 2018:

Biolandwirtschaft: Bei Bioservice in Eichstetten können Menschen mit Behinderung arbeiten

Eichstetten ist ein gutes Pflaster für Pioniertaten. Hier, am Kaiserstuhl, steht eine der Wiegen des biologischen Landbaus in Deutschland. Und früher als andernorts schuf in dem von Weinbergen und Gemüsefeldern umgebenen Dorf bürgerschaftliches Engagement Wohn- und Betreuungsangebote für alte und pflegebedürftige Menschen. Hinzu kam dann das integrative Café Mitnander zur Einbeziehung auch von Behinderten. Jetzt bahnt sich ein neues Projekt den Weg, in dem Biolandwirtschaft und die Inklusion behinderter Menschen zusammenkommen sollen: die gemeinnützige Bioservice GmbH.

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Erzeugergemeinschaft Biogemüse Südwesten anerkannt

Und die Erzeugergemeinschaft Biogemüse Südwesten hat nach zähem Ringen und wichtiger Vorarbeit vom Regierungspräsidium eine Zusage zu ihrer offiziellen Anerkennung erhalten – damit ist die Bahn frei für den Bau eines größeren Kühllagers, das die sichere Belieferung von Rinklin Naturkost mit Möhren über weite Strecken des Jahres garantieren kann –die alle bei uns gewaschen werden!

Beginn der Bauarbeiten

Wir haben nach Absprache mit dem Architekten und dem Kreisbaumeister auch mit den Abbrucharbeiten in den Sozialräumen der Halle Bruckmatten 27 (ehemaliges Sägewerk, Eigentum Rinklin) begonnen. Dies war lt. Berufsgenossenschaft erst nach Stilllegung der Elektroanlage möglich, die von einem Elektrofachwerker außerstand gesetzt werden musste. Das alte Heizsystem wurde weitgehend entleert, nun werden alte Heizkörper, Badfliesen, Kloschüsseln, alter Boden, frühere Elektroleitungen, Werkstattbeleuchtung etc. demontiert und entfernt. Im Architektenplan sind dafür ca. 16.000.- € veranschlagt, die wir durch Eigenleistung erheblich reduzieren können. Unsere Mitarbeiter sind zuvor mit Arbeitsschutzkleidung ausgestattet worden, einige Kleinmaterialien für den Abbruch wurden angeschafft, der schwere Abbruchhammer wird gemietet..

Mit der Baugenehmigung für die Umnutzung der Halle rechnet unser Architekt für Anfang Februar. Dann können auch die großen notwendigen Veränderungen in der Halle starten, die dann im Frühsommer mit der Aufstellung der Maschinen den eigentlichen Start der Bioservice bedeuten wird. Zuerst soll die Kistenwaschmaschine aufgestellt werden. Diese ist nach Herstellerangaben der letzten Woche in 12-16 Wochen lieferbereit. Auch die Bandschneidemaschine für die Schnibbelküche befindet sich im Bau.

In der letzten Woche hatten Werner Danzeisen und ich noch einmal das Vergnügen in mehrstündigen Gesprächen und Präsentationen die drei konkurrierenden Anbieter für die Gemüsewaschmaschine in der Halle zu empfangen. Sie stellten ihre nun weitgehend vergleichbaren Angebote entsprechend den von uns geforderten Anpassungen noch einmal vor und wir dürfen im Lauf der nächsten Woche ihre überarbeiteten Angebote erwarten, um dann die bestgeeignete Anlage zu bestellen.

Fahrzeug, Hänger, Stapler, Einrichtung der Sozialräume etc. befinden sich ebenfalls im einem fortgeschrittenen Entscheidungsstadium kurz vor der Bestellung.

Schwerpunktarbeiten im Dezember und Januar

In den letzten Wochen haben wir verschiedene Lohnarbeiten übernommen:

  • so das Roden von Stauden für Stefan Huthmann,
  • das Austopfen unverkäuflicher Jungpflanzen bei der Staudengärtnerei Menton,
  • Rebholz aus den Weinbergen der Firma Weingut Kiefer heraus zu ziehen. Nachdem wir über 3 ha bearbeitet haben steht nun ein Auftrag für weitere 10 ha an. Aufgrund der Handicaps unserer Mitarbeiter können die meisten Aufträge nicht per Stundenlohn abgerechnet werden – sondern als Werksvertrag nach geleisteter Arbeit. Das ist ein schwieriger Prozess, zu dem ich – neben den Kunden selbst – noch lernen muss und der sicher nicht in allen Fällen von Anfang an befriedigend bezüglich des Deckungsbeitrages sein wird.

Orkanböen, Regen und Kälte haben diese Arbeit im Dezember zeitweise eingeschränkt, sodass wir die Arbeitszeiten unserer Mitarbeiter wetter- und betriebsbedingt reduzieren mussten. Zusätzlich durch die Weihnachts-, Winter-, Neujahrspause haben sie nun in der Stundenbilanz Unterstunden und mussten zum Teil Urlaub nehmen – ein üblicher Prozess in der Landwirtschaft im Winter, der aber durch die hohe Nachfrage nach Arbeitskraft im folgenden Frühjahr/Sommer wieder ausgeglichen wird.

Teamzuwachs

Seit dem 13.11. sind auch zwei junge Männer mit Schwerbehinderung angestellt. Sie erhalten den landwirtschaftlichen Mindestlohn, werden aber von der Arbeitsagentur gefördert, die 50% ihrer Lohnkosten plus einen Festbeitrag zur Sozialversicherung übernimmt.

Willkommen!