Kaiserstühler Wochenbericht: „Bioservice Südbaden startet“

Am 5. Oktober berichtet der Kaiserstühler Wochenbericht über den Start der Bioservice-Südbaden. Hier der vollständige Artikel:

Eichstetten (dht). In der Bruckmattenstraße 27 wurde eine neue Firma gegründet: das gemeinnützige Inklusionsunternehmen „Bioservice Südbaden“. Für Geschäftsführer Wolfgang Hees stehen dabei ökologisches und soziales Engagement im Bio-Landbau und das Schaffen von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft für Menschen mit und ohne Behinderung im Vordergrund.

Vergangene Woche wurde die neue Kistenwaschmaschine geliefert und gleich in der Werkhalle von „Bioservice“ aufgestellt. Eine Gemüsewaschmaschine soll dieser Tage folgen. „Die Investition für Maschinen und Umbau beträgt etwa 0,8 Millionen Euro“, sagte Hees. Die Halle hat er für zehn Jahre angemietet. Der Probelauf ist Mitte Oktober, die ersten Kisten werden am Donnerstag, 1. November, gewaschen werden.

Zum Jahresende kommt noch eine Verarbeitungsküche für Gemüse dazu: Wurzelgemüse wird geraspelt und geschnippelt für Gastronomie und Schulverpflegung. Vorgesehen sind bereits 800.000 Kisten pro Jahr zum Waschen, der Jahresauftrag zum Gemüsewaschen wird auf rund 600 Tonnen Karotten (als Hauptgeschäft), Rote Beete und Sellerie kalkuliert. Geliefert wird das Gemüse von der Erzeugergemeinschaft.

Die Gründung und Führung von „Bioservice Südbaden“ sei Endzweck seines Lebenswerks, erklärte Bio-Landwirt und Geschäftsführer Wolfgang Hees, damit wolle er „Soziales und Ökologisches zusammenbringen“. Immerhin entstehen 18 neue Arbeitsplätze, davon neun für schwerbehinderte Menschen. Gesellschafter sind Reha-Südwest gGmbH, Ökolandbau Werner Danzeisen, der Förderverein der Eduard-Spranger-Schule mit Schulkindergarten Wasserfloh und die Naturkost-Rinklin GmbH. Gefördert wird das Projekt durch Zuschüsse zum Einrichten von Arbeitsplätzen und für die Entlohnung zweier Mitarbeiter durch den „Kommunalverband für Jugend und Soziales“ (KVJS) und die „Aktion Mensch“.

Anmerkung von uns: Ursprünglich war in dem Artikel von 0,6 Millionen Tonnen die Rede, tatsächlich handelt es sich um 600 Tonnen.

Hier gibt es den Originalartikel als Download.

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